Grußwort

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

Erkrankungen von Knochen und Gelenken und deren begleitende Strukturen werden in ihrer funktionellen Komplexität als Erkrankungen des muskuloskelettalen Systems bezeichnet. Dies geht weit hinaus über die mechanische Betrachtung des „Bewegungsapparates“. Muskuloskelettale Funktionserkrankungen, gut abgrenzbar von Strukturerkrankungen des Bewegungssystems, müssen frühzeitig erkannt und möglichst verhindert werden. Moderne Verfahren der Diagnostik, der Therapie und komplexe rehabilitative Ansätze sind hier gute Möglichkeiten, diese Ziele umzusetzen, um gleichzeitig den Umgang mit Krankheitsfolgen im Alltag zu optimieren. Dabei ist in Therapie und Rehabilitation das wissenschaftlich begründete, praktikable und ökonomische Prinzip wohl eine der größten Herausforderungen. Die Überprüfung und Entwicklung von Therapieleitlinien nach Kriterien der Evidence Based Medicine und deren Implementierung in der klinische Praxis sowie in Aus-, Weiter- und Fortbildung stellen für uns als wissenschaftliche Fachgesellschaft im Kontext mit kooperierenden Gesellschaften und Berufsverbänden eine wichtige Aufgabe dar. 

Der Kongress steht unter dem Thema „From Evidence to Practice - Das Bewegungssystem im Focus“. Dabei vollzieht sich ein Kreislauf, der 2000 und 2001 in Jena mit zwei Kongressen begonnen hat, die sich zur Thematik „Das Bewegungs-system“ und „Tradition im neuen Jahrtausend“ dieser Frage und Perspektive ge-widmet haben. Nun sind wir an einem Punkt, 18 Jahre später, in dem Programm Stellung zu aktuellen Kenntnissen bezüglich Biomechanik, Neurophysiologie, Muskulatur zu nehmen als auch die Bedeutung moderner Diagnostikverfahren und deren Umsetzung im klinischen Alltag.  Hier soll in State oft the Art Vorträgen allen Kongressteilnehmern die aktuelle Sichtweise ausgewählter Themen zu diesem Fachgebiet geboten werden.

Der zweite Kongresstag ist ein Podium für Kollegen aus Praxis und Wissenschaft, sich aktuellen Erkenntnissen der Physikalischen Medizin, der Funktionsdia-gnostik, von multimodalen Komplexbehandlungen, aktuellen Themen der Rehabilitation als auch freien Themen einschließlich einer Postervorstellung zu widmen. Besonders hervorzuheben ist die Aktivität des Jungen Forums der DGPMR, die eine eigene Veranstaltung durchführt und neu ist das Pre Congress Programm am Donnerstag, dem 20. September 2018. Hier werden jungen Kollegen und allen anderen Interessierten Weiterbildungsmodule, praktisches Handling und moderne Verfahren unseres Fachgebietes geboten, die für alle Mitglieder der Gesellschaften kostenfrei sind. Damit wollen wir Bildung und Kommunikation unseres Nachwuchses im Fachgebiet fördern, was bereits in den Anmeldezahlen diese hohe Relevanz widerspiegelt.

Die Universitätsstadt Jena, die Medizinische Fakultät und das Universitäts-klinikum bieten einen Gastgeber des Jahreskongresses 2018 der DGPMR in ihrer universalen Breite mit vielfältigen Möglichkeiten zum wissenschaftlichen Disput und dies in einem neuen Ambiente eines zeitgemäßen Universitätsklinikums. Der Vorstand der Gesellschaft und die Kongressorganisatoren begrüßen Sie alle recht herzlich hier in Jena, einer Universitätsstadt im Grünen mit einer reizvollen Umgebung, Geschichte und hochmoderner wissenschaftlicher Zusammen-arbeit. Lassen Sie sich neben der wissenschaftlichen Diskussion motivieren, die Stadt zu erkunden, studentisches Leben wahrzunehmen und an einem ästhetisch bewegten Abend zum Gesellschaftsabend teilzunehmen.

Mit kollegialen Grüßen,

Ihre

Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Gutenbrunner,
Präsident der DGPMR
Prof. Ulrich Smolenski
Kongresspräsident

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