Grußwort

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

Erkrankungen von Knochen und Gelenken und begleitenden Strukturen werden in ihrer funktionellen Komplexität als Erkrankungen des muskuloskelettalen Systems bezeichnet. Muskuloskelettale Funktionserkrankungen sollten frühzeitig erkannt und weitestgehend verhindert, als auch Erkrankte mit zweckmäßigen und wirtschaftlichen Verfahren diagnostiziert, therapiert und rehabilitiert werden. Last but not least soll für Patienten mit den verschiedenen muskuloskelettalen Erkrankungen eine Erleichterung im Umgang mit Krankheitsfolgen im Alltag erreicht werden. All diese Ziele sind nur umsetzbar, wenn gleichzeitig mit den medizinischen Bemühungen auch in der Gesellschaft die Aufmerksamkeit für die immense persönliche wie wirtschaftliche Bedeutung dieser Erkrankungen geweckt wird. In der Therapie und Rehabilitation ist das wissenschaftlich begründete, praktikable und ökonomische Prinzip wohl eine der größten Herausforderungen. Die Entwicklung und Überprüfung von Therapieleit-linien nach Kriterien der Evidence Based Medicine und deren Implementierung in die klinische Praxis sowie auch Aus-, Weiter- und Fortbildung stellen für uns als wissenschaftliche Fachgesellschaft im Kontext mit kooperierenden Gesellschaften und Berufsverbänden eine wichtige Aufgabe dar.

Der Kongress steht unter dem Thema „From Evidence to Practice - Das Bewegungssystem im Fokus“. Dabei wird im Programm Bezug genommen auf aktuelle Kenntnisse: betreffend Biomechanik, Neurophysiologie, Muskulatur als auch die Bedeutung moderner Diagnostikverfahren und deren mögliche Umsetzung im klinischen Kontext.  Der zweite Kongresstag gibt ein Podium, wo aktuelle Forschungsergebnisse in Form von Vorträgen präsentiert werden, einschließlich einer Postervorstellung. Diskutiert werden die Ergebnisse mit kooperierenden manualmedizinischen Gesellschaften und Verbänden auch im Hinblick auf die praktische Umsetzung der Ergebnisse im klinischen Alltag als auch das, was ökonomisch mach-bar ist.

Die Universitätsstadt Jena, die Fakultät sowie das Universitätsklinikum bieten als Gastgeber des Jahreskongresses der DGPMR 2018 in ihrer universalen Breite vielfältige Möglichkeiten zum wissenschaftlichen Disput. Besonders freuen wir uns, dass in einem Pre-Kongress-Programm jungen Kollegen die Möglichkeit geboten wird, Elemente ihrer Weiterbildung im Zusammenhang mit dem wissenschaftlichen Kongress zu erwerben. Wir freuen uns, Sie in Jena begrüßen zu können, nutzen Sie die Zeit für wissenschaftliche Gespräche und Informationen, aber auch für einige schöne Stunden mit der alten und zugleich neuen Stadt im Saaletal.

Mit kollegialen Grüßen,

Ihre

Univ.-Prof. Dr. med. Christoph Gutenbrunner,
Präsident der DGPMR
Prof. Ulrich Smolenski
Kongresspräsident

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